Du weißt ganz genau was du eigentlich brauchst und kümmerst dich trotzdem nicht darum

Birgit Nora Schäfer | 27/09/2026 | überarbeitet 27/09/2026 | Bewusstsein, Embodiment |  Min. | 0 Kommentare

Du wolltest heute Abend früh Schluss machen. Wirklich.

Dann kam noch diese eine Nachricht. Dann noch ein Anruf. Und plötzlich sitzt du wieder erschöpft auf dem Sofa, fragst dich, wo der Abend geblieben ist, und denkst dabei: Eigentlich müsste ich dringend mal wieder für mich sorgen.

Das Wort „eigentlich“ macht in diesem Zusammenhang alles deutlich.

Du weißt es. Ganz genau. Du weisst, was dir guttun würde. Was du brauchst. Was du schon lange ändern wolltest. Und trotzdem passiert genau das: nämlich nichts. Oder nur kurz. Und dann wieder nichts.

Das ist kein Willensproblem. Und es ist auch kein Versagen.

Eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und dann auch wirklich danach zu handeln – genau das ist das Thema dieses Artikels.

Du sorgst dafür, dass alles läuft. Und kommst dabei selbst zu kurz.

Der Moment, den so viele von uns kennen

Viele Frauen, die zu mir kommen, beschreiben ihn ähnlich: Alle bekommen die leistungsfähigste Version von mir. Für mich selbst bleibt am Ende kaum noch etwas übrig.

Zum Beispiel: Eine Steuerberaterin, Mitte 55, drei erwachsene Kinder, es ist alles organisiert, sie hat alles im Griff . Nur dahinter, hinter der Fassade fühlt sie sich vollständig leer. Sie kannte jede Technik. Hatte Bücher über Achtsamkeit und Selbstführung gelesen. Podcasts gehört. Kurse gemacht. Und trotzdem: In dem Moment, wo sie sich etwas wirklich hätte erlauben können, kam wieder dieses „Ich muss doch erst noch…“

Dass dieses Muster immer wieder greift, liegt nicht an mangelndem Wissen. Es liegt daran, was unter dem Wissen wirkt und aktiv ist und uns dabei bremst und zurückhält.

Das ist kein Willensproblem

Ich sage dir das nicht, um dich zu trösten. Sondern weil es schlichtweg die Wahrheit ist.

Willenskraft hat hier wenig zu suchen. Was dich bremst, sind tief verankerte Muster mit neurologische Bahnen, die sich über Jahrzehnte gebildet haben.

Der renommierte Neurowissenschaftler Dr. Gerald Hüther beschreibt es so:

Das Gehirn verändert sich nur dann wirklich, wenn es von innen bewegt wird. Nicht durch Druck von außen. Nicht durch Vernunft allein.

Du kannst dir hundertmal vornehmen, dass du dieses Mal wirklich Nein sagst. Wenn dein Nervensystem gelernt hat, dass Funktionieren gleich Sicherheit bedeutet, tut es genau das weiter, was es bisher immer in der gleichen Art und Weise gemacht hat. Es handelt automatisch.

„Ich muß doch erst noch …“

Kennst du das? Erst die Arbeit. Dann die Wäsche. Dann noch schnell für jemanden da sein. Und irgendwann bin ich dann dran.

Nur: Dieser Zeitpunkt kommt nicht. Der perfekte Moment, in dem nichts mehr zu tun ist und endlich alles passt, existiert nicht. Deshalb ist „Erst ich. Dann alles andere.“ kein egoistischer Slogan. Es ist eine Entscheidung. Eine Entscheidung zu dir selbst und dazu, dich selbst als höchste Priorität zu behandeln und nicht weiter unter „ferner liefen …!“.

Eine Entscheidung, die dazu führen wird, dass du dein Leben nach deiner Vorstellung und nach deinen Bedürfnissen führen wirst – glücklich und befreit von dem, was nicht wirklich zu dir passt.

Eine Entscheidung, die dir mehr Lebensqualität und Lebensfreude bringen wird.


Warum dein Nervensystem bremst, wenn dein Kopf Gas gibt

Das Körpergedächtnis steuert dich mehr als du denkst

Dein Körper hat ein Gedächtnis. Er hat gespeichert: Wenn ich für andere da bin, bin ich sicher. Wenn ich eigene Bedürfnisse äußere, gibt es Konflikte. Diese Überzeugung sitzt nicht im Kopf sondern sie sitzt im Körper. Im Atem. In der Haltung. In dem leichten Herzrasen, das auftaucht, wenn jemand eine Bitte an dich stellt und du merkst: Eigentlich möchte ich Nein sagen.

Und trotzdem hörst du dich Ja sagen.

In der Arbeit mit NeuroEmbodied Soul Centering nach Britta Kimpel nennt sich das körperverankerte Überzeugungen. Sie sind nicht falsch, denn sie haben dich irgendwann geschützt. Heute halten sie dich hingegen gefangen.

Muster, die nicht durch Verstehen verschwinden

Das Problem: Du löst diese Muster nicht, indem du mehr darüber nachdenkst. Du könntest alles über Nervensystem, Bindungsmuster und Glaubenssätze wissen und trotzdem in der nächsten entscheidenden Situation wieder genauso reagieren wie immer.

Deshalb reicht Wissen alleine hier nicht aus.

Der entscheidende Moment zur Veränderung in dir ensteht so:

„Die Situation war wieder da aber diesmal habe ich anders gehandelt.“

Genau diese Erfahrung verändert etwas. Nicht dein Wissen. Sondern das Erleben der neuen Wahl: im echten Leben, im echten Moment.


Drei Anzeichen, dass du dich selbst verlässt

Du erkennst dich vielleicht in einem davon oder vielleicht sogar in allen dreien:

  • Du weißt, was du brauchst und trotzdem schiebst du es auf.„Nächste Woche“, „wenn es ruhiger wird“, „wenn die Kinder…“. Der perfekte Zeitpunkt kommt nie. Weil es ihn nicht gibt.
  • Deine Energie gehört den anderen.  Du bist für alle da, für die Kinder, den Partner, die Kolleginnen, Nachbarinnen. Am Ende des Tages bleibt buchstäblich nichts für dich übrig.
  • Du spürst dich selbst kaum noch.  Nicht Herzrasen oder Panik, das kennen viele Frauen auch. Sondern das leise Gefühl: Ich weiß gar nicht mehr, was ich wirklich will. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich es haben möchte.

Und vielleicht fragst du dich insgeheim: Darf ich das überhaupt denken? Mir geht es doch eigentlich gut.

Ja. Du darfst. Denn das Unbehagen bedeutet nicht, dass du undankbar bist. Es bedeutet, dass du dich selbst vermisst.


Was wirklich hilft: erst Körper, dann Verhalten

Kognitive Techniken wie Listen schreiben, Ziele setzen, positiv denken, können helfen. Aber sie kommen zu kurz, wenn der Körper noch auf dem alten Muster beharrt. Kein Notizbuch der Welt verändert das, was dein Nervensystem für sicher hält.

Und ich möchte hier klar sein: Es geht nicht darum, noch besser zu funktionieren. Nicht darum, dich zu regulieren, damit du danach noch mehr aushalten kannst.

Es geht darum, das eigene Leben pur und ganz zu leben.

Die 4 Bs der Potenzialentfaltung

In meiner Arbeit mit Frauen gehe ich nach einem Rahmen vor, den ich die 4 Bs der Potenzialentfaltung nenne. Er folgt einer einfachen Bewegung:

  • Bedürfnis:  Zuerst das ehrliche Wahrnehmen. Was brauche ich wirklich, jetzt, in diesem Moment? Nicht was ich „sollte“ brauchen – sondern was tatsächlich in mir ist.
  • Bewusstsein:  Was hält mich davon ab? Welches Muster zeigt sich gerade? Diese Reflexion passiert nicht nur im Kopf, sondern auch im Körper: Wo spüre ich Widerstand? Enge? Anspannung?
  • Bewegung:  Was ist die kleinste mögliche Aktion, die ich heute tun kann, die meinem Bedürfnis entspricht? Nicht die große Lebensveränderung – die eine kleine Sache. Und dann: tue ich sie.
  • Balance:  Wie halte ich das aufrecht, ohne wieder ins alte Muster zu fallen? Welche Struktur trägt mich nachhaltig?

Die zentrale Frage, die sich durch diesen Weg zieht:

„Wie will ich es haben?“

Nicht: Was will irgendjemand von mir? Nicht: Was sollte ich wollen? Sondern: Wie will ICH es haben?


Dein Impuls für heute

Leg eine Hand auf dein Herz. Atme dreimal tief ein und aus.

Frag dich dann ganz ehrlich:

Was würde mir heute gut tun – und wen müsste ich dafür enttäuschen?

Die Antwort auf die zweite Frage zeigt dir oft das Muster.


Herzensklarheit – wenn du vom Wissen ins Handeln kommen willst

Ich kenne diesen Weg nicht nur aus Büchern oder aus meiner Arbeit mit anderen Frauen.

Auch ich habe lange funktioniert, geleistet, durchgehalten. Bis der Punkt kam, an dem mir mein eigenes Leben ein deutliches Signal gegeben hat. Was ich damals zuerst getan habe? Weiter funktionieren wollen. Beweisen, dass ich noch kann.

Erst später entstand etwas Entscheidendes: Da war wieder Platz für mich.

Wenn du an diesem Punkt bist – wenn du spürst, dass du weißt, was du brauchst, aber nicht weißt, wie du wirklich dort hinkommst – dann ist das Herzensklarheit-Coaching der richtige nächste Schritt.

In 90 Minuten 1:1 via Zoom schauen wir gemeinsam:

– Welche Muster dich davon abhalten, für dich einzustehen

– Wie dein Körper dir den Weg zeigt, den dein Kopf nicht findet

– Was dein nächster konkreter Schritt ist – so klein, dass er wirklich passiert

Das Herzensklarheit-Coaching gibt es als Einzelsitzung (1 x 90 Minuten – online via Zoom) oder als 3er-Paket (3 x 90 Minuten – online via Zoom) – für Frauen, die wissen, dass nur ein einziges Gespräch alleine noch keine eingefahrenen Muster durchbricht.


BIRGIT NORA SCHÄFER ⎪Wohlfühlherz

Nervensystemexpertin · Embodiment Coach · Mentorin für Potenzialentfaltung

Kompetenz mit Herz


Ich begleite Frauen, die mitten im Leben stehen, täglich für alle da sind und sich dabei selbst aus den Augen verloren haben, zurück zu sich selbst, zu ihren Bedürfnissen und ihrer inneren Kraft.


Mein Weg war alles andere als geradlinig: Herzinfarkt mit 48. Neuanfang. Verlust. Und schließlich eine Meditationsreise, die alles für mich veränderte.


Ich begleite dich nicht mit theoretischem Wissen aus dem Lehrbuch. Ich begleite dich mit gelebter Erfahrung, direkt aus meinem Leben.


Mit der von mir entwickelten Methode - den 4 Bs der Potenzialentfaltung - verbinde ich Nervensystemwissen mit gelebtem Embodiment. Weil echte Veränderung nicht nur im Kopf beginnt.


Erst ich. Dann alles andere.


Schön, dass du hier bist! 💗


👉🏻 Mehr über mich und meinen Weg

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