Selbstfürsorge nach einem Herzinfarkt – Schlüssel zu Gesundheit und Glück

Selbstfürsorge = ich sorge für mich selbst!

Selbstfürsorge nach einem Herzinfarkt ist essenziell, um deine aktuelle Gesundheit möglichst gut zu erhalten. Der nächste logische Schritt ist dann, deine Gesundheit weiter zu verbessern. Auf diesem Weg hilft dir eine gute Selbstfürsorge. Und sie dient dazu, dein Leben auf längere Sicht auf emotionaler Basis wieder unbeschwert und glücklich – also ohne die Angst vor einem weiteren Herzinfarkt – führen zu können.

Folgendes Zitat beschreibt wunderbar, warum Fürsorge bei uns selbst anfängt und dass wir uns dieses „Ich zuerst“ auch durchaus erlauben sollten:

"Sei wie eine Brunnenschale, die zuerst das Wasser in sich sammelt und dann überfliessend es weitergibt"

Bernhard von Clairvaus

Was ist Selbstfürsorge?

Auf den kleinsten Nenner gebracht bedeutet Selbstfürsorge:

Ich tue all das, was mir gut tut und unterlasse alles, was mir schadet.

Dafür muss ich wissen, was mir gut tut und dafür muss ich wissen, was mir schadet.

Melde dich jetzt zum Newsletter an!

So bist du immer auf dem Laufenden und erhältst regelmäßig Tipps, Tricks, Motivation, Persönliches und Angebote - direkt in dein E-Mail-Postfach!





Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf, Protokollierung sowie der von der Einwilligung umfassten Erfolgsmessung findest du in meiner Datenschutzerklärung.

All dies ist ein Prozess, der sich im Laufe der Zeit verändern kann. Was mir heute gut tut, kann sich morgen möglicherweise schon wieder verändert haben.

Welche Voraussetzungen sind notwendig, damit du deine Selbstvorsorge sinnvoll in deinen Alltag integrieren kannst?

  • Beobachte dich selbst ganz genau, und
  • passe dann deine Verhaltensweisen bei Veränderung laufend an deinen Alltag an

Wie genau erreiche ich Selbstfürsorge?

Ich betrachte gute Selbstfürsorge auf zwei Ebenen – der körperlichen und der seelisch-geistigen Ebene.

Beide Bereiche sind wichtig und können aus meiner Sicht gar nicht wirklich getrennt voneinander betrachtet werden. Manche Rituale der Selbstfürsorge decken alle Bereiche – also Körper-Geist-Seele – gleichzeitig ab, so z. B. ein Spaziergang in der Natur. 

Denn wie sagte schon der römische Dichter Juvenal:

„Mens sana in corpore sano“ also „In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“.

Im folgenden findest du essentielle Gewohnheiten der Selbstfürsorge, auf die du möglichst mit alltäglicher Routine achten solltest – ganz im Sinne von:

  • Ich tue etwas, das meinem Körper gut tut. 
  • Ich tue etwas, das meiner Seele gut tut.
  • Ich tue etwas, das meinem Geist gut tut.
  • Ich pflege meine sozialen Kontakte.

Selbstfürsorge-Tipps für deinen Körper

Achte auf ausgewogene und gesunde Ernährung, die sich gut in deinen Alltag integrieren und umsetzen lässt. Koche möglichst selbst und verwende dabei in großem Maße naturbelassene Lebensmittel. Kaufe diese am besten regional und saisonal ein. Mit diesen Grundpfeilern hast du schon sehr viel für deine ausgewogene Ernährung getan. Weniger ist hier deutlich mehr. Ein Spiegelei mit Salat ist z. B. auch schon eine komplette Abendmahlzeit und wirklich schnell und ohne viel Aufwand zubereitet. Es muss nicht immer High Class sein. Wichtig ist, dass die Nahrung deinen Körper nährt – also mit Nährstoffen versorgt – und nicht, dass du einfach etwas ißt!

Achte darauf über den Tag verteilt gut zu trinken. Also in ausreichender Menge (mindestens  1,5 bis 2 Liter) und das Richtige (Wasser – gerne auch aufgepimpt mit Zitrone, Minze, Himbeeren, etc., Kräutertee, aber keine zuckerhaltigen Limonaden, etc.!).

Sorge für einen möglichst guten Schlaf, indem du einen guten Schlafrhythmus für dich findest. D. h. finde mal für dich heraus, wie viel Schlaf du brauchst, um dich wirklich ausgeschlafen zu fühlen und stelle fest, um welche Uhrzeit du am besten ins Bett gehen solltest, um morgens wieder gut aus den Federn zu kommen. Es gibt viele gute Hinweise zum Thema Schlafhygiene, z. B. auf den Seiten der Mediclin oder der Barmer

Baue tägliche Bewegung oder auch Alltagsbewegung in dein Leben ein. Dabei muss es nicht immer der Powersport sein. Ein täglicher Spaziergang reicht schon zum Beispiel. Wichtig ist die Regelmässigkeit. Oder die immer wieder gehörten Tipps für Alltagsbewegung – Treppe statt Aufzug, Fahrrad statt Auto, eine Station früher aus dem Bus, Bahn, etc. aussteigen und die restliche Strecke zu Fuß gehen, usw. Auch hierzu gibt es hilfreiche Infos im Netz.

Toll ist es natürlich, wenn du Bewegung mit einem Naturerlebnis verbinden kannst. Ein wunderschöner Waldspaziergang versorgt dich sowohl mit Bewegung und frischer Luft. Und nebenbei können sich deine Sinne gleichzeitig an der Natur – wie jetzt im Frühling dem wunderbaren Duft der Blüten, dem Vogelgezwitscher, den schönen Farben und der lauen Temperatur erfreuen.

Ganz wichtig ist es auch für ausreichend Pausen und Entspannung im Alltag zu sorgen. Versuche eine gewisse Zeit konzentriert an einer Sache zu arbeiten und gönne dir anschliessend aber auch eine bewusste Pause, in der du z. B. deinen Schreibtisch oder deinen Arbeitsplatz verlässt, um mal kurz Luft zu schnappen, dich zu dehnen und zu strecken, oder um wieder ein großes Glas Wasser zu trinken. Ich empfehle in diesem Zusammenhang auch gerne die Pomodoro-Technik. Sie hilft mir, konzentriert an einer Sache dran zu bleiben, erinnert mich gleichzeitig aber auch an die notwendigen Pausen. Probier’s doch einfach mal aus. Pausen kann man auch ganz wunderbar mit leichter Bewegung verbinden, z. B. einer Übung aus dem Yoga oder dem Qi-Gong. Das bringt sofort neue Energie.

Selbstfürsorge-Tipps für deinen Geist und deine Seele

Der absolut wichtigste Tipp meinerseits ist hier: Meditiere – und zwar möglich regelmässig. Am besten 2 x täglich ca. 20 Minuten. Es gibt hierzu so einen schönen Spruch – sinngemäss: „Meditiere mindestens 1 Stunde täglich. Wenn du keine Zeit dafür findest, dann meditiere mindestens 2 Stunden!“ Und es ist so wahr! Die Meditation gibt dir Kraft, Effizienz, Fokus und Power. Das heisst die tägliche Zeit der – regelmässigen! – Meditation bringt dich unterm Strich weiter als das Hetzen durch den Tag und das Abarbeiten unerledigter Aufgaben.

Lese und nähre deinen Geist. Nicht umsonst sagt man „Lesen bildet!“ Lesen bildet deinen Geist, erweitert deinen Horizont und beflügelt deine Phantasie. Lesen ist Abenteuer im Kopf. Lesen bringt dich weiter – in jeder Hinsicht.

Bade in Musik!!! Musik ist Seelensprache! Nichts kann für mich Stimmungen so gut ausdrücken, wie Musik. Musik belebt, Musik inspiriert, Musik tröstet, Musik bestärkt, Musik macht glücklich, Musik macht traurig. Hier ein ultimativer Beweis dafür, was Musik ist: John Miles, 1976 – Music was my first love. Episch! Für mich darf es auch gerne klassische Musik sein. Ich habe eine Playlist an Musikstücken, die ich immer wieder gerne hören, weil sie mir Kraft geben. Sie ist lang und es kommen immer wieder neue Stücke hinzu!

Fordere und fördere deine Kreativität! Handarbeiten, basteln, werken, stricken, malen, zeichnen, sketchnoten, filzen, quilten, häkeln, sticken, puzzeln, Mandala, Origami, …. Alles Tätigkeiten, die kreativ sind, bei denen am Ende ein sichtbares Ergebnis entsteht. Das Gefühl, etwas unter der eigenen Hände Arbeit entstehen zu lassen, ist so unglaublich befriedigend. Such dir was, was dich persönlich anspricht! Ich wollte früher immer Restauratorin oder Stukkateurin werden. Ich wünsche mir heute manchmal noch, diesen Weg gegangen zu sein.

Ich suche beziehungsweise eigentlich finde ich immer und überall neue Impulse und Inspiration. Ich finde mehr davon als ich dann tatsächlich umsetzen kann. Aber immer neue Ideen von aussen zu bekommen, lässt dich selbst kreativer denken. Und kreatives Denken bildet neue Synapsen im Gehirn – kann ja keinesfalls schaden!

Geniesse den Moment! Bleib bei allem was du tust, immer in diesem Moment und lenke dich nicht mit zig anderen Kleinigkeiten nebenbei ab. Ansonsten wird dir nichts richtig gelingen. Mache eine Sache und die mit vollem Bewusstsein. Wie du siehst, bin ich absolut KEIN Fan von Multi-Tasking. Und daran erinnere ich mich immer wieder selbst, wenn ich das Gefühl habe, mich wieder im und vom Aussen hetzen zu lassen. Über dem Schreibtisch eines ehemaligen Chefs von mir hing der Spruch: „Die Ruhe gehört zur Arbeit wie das Lid zum Auge!“. Er hatte uns immer wieder gepredigt, uns auf eine Sache voll zu konzentrieren. Und er hatte Recht damit!

Dankbarkeit ist ebenfalls ein großes Thema der Selbstfürsorge. Dazu habe ich einen eigenen Blogartikel geschrieben, den du hier nachlesen kannst.

Last but not least: Achte auf deine Gedanken und deine Worte! Und das geht weit über positives Denken und Affirmationen hinaus. Lenke deine Gedanken in die Richtung, in die du dich entwickeln willst. Das ist solch ein spannendes Thema und es wird irgendwann einen eigenen Blogartikel zu diesem Thema geben. Stay tuned! 

Wie sieht meine persönliche, tägliche Praxis der Selbstfürsorge aus?

Das waren meine praktischen Tipps für dich zum Thema Selbstfürsorge und mein persönlicher Blick darauf, was für mich primär zu Selbstfürsorge zählt. Wie schon geschrieben, ist Selbstfürsorge nach einem Herzinfarkt essenziell für unsere weitere Gesundheit und unser Leben in Glück und Zuversicht. Sowohl auf körperlicher als auch auf geistiger Ebene.

Mein persönliches, minimales Programm an Selbstfürsorge, das ich täglich praktiziere sieht so aus:

Ich pflege eine ritualisierte Morgenroutine und nehme mir entsprechend Zeit dafür. Hierzu ist ein eigener Blogartikel in Planung, den ich dann hier verlinken werde, sobald er fertig ist. Stay tuned!

Ich selbst versuche, die tägliche Meditation konsequent einzuhalten. Sie bringt mich am besten zu mir selbst und hat viele positive Auswirkungen auf die meisten meiner Lebensbereiche. Wenn es einmal wirklich nicht klappen sollte, knüpfe ich so schnell wie möglich wieder daran an.

Ich achte auf meine Ernährung und koche möglich täglich selbst. Ich esse nur noch zwei Mahlzeiten pro Tag in einem Zeitraum von 8 Stunden. Das tut mir gut und entstresst die Zubereitung der Mahlezeiten für mich enorm. Mittags esse ich ein Müsli oder mache mir Poridge. Abends gibt es dann eine selbstgekochte, warme Mahlzeit.

Auch bei mir ist das Thema der Selbstfürsorge ein laufender Veränderungsprozess. Ich lasse los, was ich nicht mehr brauche und hole mir neu ins Leben, was ich für den Moment für förderlich halte.

Im Sommer sind andere Fürsorgethemen wichtiger als im Winter.

In arbeitsreichen Phasen schaffe ich weniger Selbstfürsorge als in ruhigeren Phasen. Dabei wäre mehr Selbstfürsorge in anstrengenden Phasen oft wichtiger als zu den Zeiten, in denen es uns sowieso gut geht.

Auch wenn es mal nicht so gut funktioniert – wichtig ist dranbleiben und immer wieder den Fokus neu darauf ausrichten!

Selbstfürsorge - mein Plädoyer!

Selbstfürsorge  bedeutet für mich primär die Fähigkeit, gut in sich selbst hineinzuhorchen.

Dann erkennen wir und lernen mit der Zeit, was Körper-Seele-Geist uns sagen wollen. Learning by Doing lautet die Devise.

Selbstfürsorge ist wichtig – zuerst für dich selbst und als positive Folge für dein ganzes Umfeld. Wenn du dir das klar machst, dann fühlt es sich auch nicht mehr egoistisch an.

Geht es dir gut, kannst du auch für andere gut da sein.

Dein Glück und deine Gesundheit wirkt sich auf dein gesamtes Umfeld aus!

Für mich bedeutet Selbstfürsorge eine stete Herausforderung – ja!

Sie bedeutet vor allem aber auch persönliches Wachstum und Glück – JA!

SelbstfFÜRsorge ist – wie eine Art Versicherung – also auch SelbstVORsorge!

Und du?

Wie geht es dir damit?

Wie steht es um deine Selbstfürsorge?

Erlaubst du dir überhaupt ausreichend Selbstfürsorge?

Wenn du das Gefühl hast, du brauchst Unterstützung, um deinen Weg zu finden, melde dich gerne per Mail an birgitnora@wohlfuehlherz.de für ein unverbindliches Gespräch bei mir. Oder schick mir eine Nachricht auf mein Handy (0160 832 21 21) und ich melde mich bei dir zurück.

Herz-lich.

Birgit Nora Schäfer

Ich freue mich, wenn du diesen Beitrag teilst - vielen Dank!

Schreibe einen Kommentar